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„Tell it like it is till there's no misunderstanding“ - Peter Gabriel in Berlin, 19.10.2013

Hm also so richtig der eigentlich versprochene goldene Oktober Sonntag war das ja nun nicht. Die Sonne hatte sich wahrscheinlich gestern schon zu sehr ausgepowert. Allerdings konnte ich sie da nicht gebührend ausnutzen, da ich einen wichtigen Indoor-Termin hatte. ;-) Aufgewacht bin ich ja auch bei bestem Wetter und blauem Himmel. Vielleicht hätte ich auch einfach etwas eher aufstehen sollen, um das noch auszunutzen. Aber nachdem ich erst kurz vor 4 im Bett war, wäre mir das nicht wirklich leicht gefallen. ;-) Es ist dann hier auch sehr schnell trübe geworden und hat auch mal geregnet. Trotz allem ist es wirklich angenehm mild draußen. Und wer da in der Stube hocken bleibt, der ist selber schuld. Bin gerade (jetzt wo ich anfange zu schrieben) zurück von 2 Stunden „Freigang“. ;-) Mal wieder mit der Kamera in der Hand. Wenn schon auf den letzten Konzerten keine Bilder entstanden sind, dann muss man halt so mal wieder ein bisschen üben. Und im Kopf (musikalisch gesehen) sowas wie eine Mischung aus „Secret World“ und „San Jacinto“. Warum gerade diese beiden, das kann ich auch nicht vollständig beantworten. Aber solange es nicht ausgerechnet „Darkness“ ist, muss ich darüber auch nicht unbedingt nachdenken. ;-) Ihr merkt schon, ich versuche gerade mehr schlecht als recht einen Übergang zu finden zu dem anderen Thema, zu dem ich noch ein paar Worte verlieren will. Dabei dreht es sich natürlich um den kleinen Ausflug, den ich gestern gemacht habe.

Kann denn ein Peter Gabriel Konzert genug sein? Diese Frage kann man natürlich nur mit einem klaren NEIN beantworten. ;-) Deshalb hatte ich es diesmal auch von Anfang an nicht dabei belassen, nur die Show in meiner direkten Nähe, also in Leipzig mitzunehmen. Berlin sollte es dann doch wenigstens noch sein. Weitere Überlegungen erledigten sich irgendwann von allein, denn die 5 Konzerte waren alle doch relativ schnell ausverkauft. Stuttgart wäre rein logistisch schon noch irgendwie möglich gewesen. Aber es ist ja alles auch immer eine Frage der Finanzierbarkeit. Wie dem auch sei, Berlin hatte ich fest mit eingeplant und somit habe ich diesmal den ersten und den letzten der PG-Gigs in Deutschland miterleben können. Auch wenn die Entfernung doch ein ganzes Stück größer war als letzte Woche, es ließ sich dennoch wesentlich besser fahren, da diese Sturzbäche von Regen diesmal ausfielen. Die Sonne strahlte von einem weitgehend blauen Himmel und verbreitete so auch von außen direkt gute Laune. Den Stress mit der Fahrt quer durch die Stadt wollte ich mir auch nicht wieder antun und so wählte ich den bekannten Weg außen rum über den Berliner Ring bis Schönefeld und dann über Treptow zur O2 World. Klar sind das ein paar Kilometer mehr aber ich finde, es lässt sich trotzdem wesentlich besser fahren. Allerdings wollte man dann wohl kurz vor dem Ziel meine Nerven doch noch ein bisschen strapazieren. Kurz vorm Abfahren vom Ring staute sich alles ein wenig, weil auf dem Standstreifen gerade ein Auto komplett abfackelte. Den schwarzen Rauch konnte man schon weit aus der Entfernung gut erkennen. Zum Glück ist aber keinem der Insassen was passiert und die Feuerwehr war wohl auch schnell vor Ort. Dem Fahrzeug ist allerdings nun nicht mehr zu helfen. Nach einer halben Stunde war dann der Problembereich passiert und ich kam noch mehr als rechtzeitig am Ziel an.

Der Einlass war diesmal ganz entspannt. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann hat die O2 World vier große Portale, die jeweils wieder in drei Glastüren aufgeteilt sind. Mindestens drei der Portale waren auch für den Einlass eingerichtet. Trotzdem sammelte sich alles zumindest bis 18 Uhr vor gerademal einem dieser Portale an. Natürlich gibt es dafür einen Grund, der Zugang zum Innenraum lag nämlich genau geradeaus direkt dahinter. Eine ganze Weile hatte ich sogar eine Tür für mich allein, bevor sich auch da etwas Gesellschaft anschloss. Und Ihr werdet es nicht glauben (ich glaub es ja selber kaum), ich war diesmal tatsächlich der zweite, der abgefertigt war und die Halle betreten konnte. Nur einer an der Nebentür war schneller und setzte drinnen auch gleich zum Sprint an. Die Reaktion eines der Security-Herren erfolgte dann auch prompt mit der Bemerkung: „Nicht laufen!!!“ *grins* Einer seiner Kollegen bemerkte allerdings die Unkorrektheit und korrigierte gleich: „Also laufen schon aber bitte nicht rennen!“ *lach* Mit der ersten Reihe wurde es aber auch diesmal wieder nichts. Besitzer von Fanclub-Tickets waren auch diesmal bevorzugt eingelassen worden und so bleiben ganz vorn wieder nur die Randbereiche. Ich hab mir wieder einen guten mittigen Platz gesucht, etwas weiter links als in Leipzig und diesmal sogar schon in Reihe 3! ;-) Da gab es nix zu meckern, die Sicht war gut und auch die Stimmung um mich herum war spitze. Direkt neben mir standen zwei Pärchen aus Spanien – also zumindest sprachen sie spanisch. Und die, besonders die Damen, gaben richtig Gas. Nebenbei bemerkt schien das gestern wohl ein eher internationaler Abend zu sein. Und ich rede jetzt nicht von Thüringern oder Sachsen, die sich dort auf dem Konzert herumtrieben. ;-) Es war einiges an Fremdsprachen zu hören: natürlich englisch aber wie schon erwähnt auch spanisch, polnisch, tschechisch, irgendwas Nordisches und sicher auch noch anderes mehr. Man kann also mit Fug und Recht sagen: Publikum aus aller Welt.

Auch gestern ging es wieder pünktlich um 20 Uhr los. Linnea Olsson und Jennie Abrahamson bestritten den Auftakt wieder sehr souverän mit jeweils 2 ihrer eigenen Songs. Tolle Stimmen und eine interessante Instrumentierung. Danach dann ein kurzer Umbau und wenig später dann das, weswegen wir alle eigentlich dort waren. Zur Show selbst und zu den einzelnen Songs hab ich ja letzte Woche schon ausführlicher geschrieben. Natürlich wurde auch diesmal wieder das bewährte 3-Gänge-Menü serviert, absolut perfekt, diesmal so ganz ohne Fuck up. ;-) Die Herren (und auch die beiden Damen) sind wirklich Meister ihres Faches und es macht jede Menge Spaß, sie auf der Bühne zu erleben. David Sancious virtuos an den Keyboards. Manu Katché ein echter Meister an den Drums. „No Self Control“ und „That Voice Again“ wird ich sicher auch dank seiner Arbeit nicht so schnell vergessen. David Rhodes, der mit seiner Gitarre selten große Soli zu absolvieren hat aber immer als tragende Kraft die Melodien erblühen lässt. Und natürlich nicht zu vergessen Tony Levin. Kann es sein, dass manche schon nur wegen ihm zu einem Peter Gabriel Konzert gehen? *lach* Vielleicht nicht ganz aber ein bisschen könnte da schon dran sein. Der Mann hat auch einfach so eine offene, fröhliche und völlig unkomplizierte Art. Und es ist immer wieder erstaunlich, was er aus seinen Bässen herausholen kann. Ja Bässe, da kommen im Laufe der Show immer wieder verschiedene zum Einsatz. Das kann durchaus mal ein Bass-Synthesizer sein. Oder eben eine normale Bassgitarre, die dann unter Umständen aber auch nicht gezupft sondern mit an den Fingern befestigten Sticks quasi geschlagen wird. Oder eben ein Bass, der selber eher ein Stick ist. Keine Ahnung, wie man die Teile genau bezeichnet. Ist halt wie eine Art „Brett“, auf dem die Saiten aufgezogen sind. Und da gibt es die kleine Version, die man ganz normal umhängen kann oder die große (ausgewachsene), ähnlich einem Kontrabass und auch ungefähr so lang. Wirklich faszinierend. Die beiden Mädels hab ich ja schon ob ihrer Stimmen erwähnt. Bliebe also noch der Chef selber. Von den Encore-Aufnahmen her hatte ich ja schon so meine Erwartungen. Und die wurden auch auf keinen Fall enttäuscht. Der Gabe ist sowas von gut bei Stimme, das ist einfach nur der Hammer. Die Stimme ist klar und kräftig und auch viele der hohen Töne kriegt er auch noch hin. Echt genial. Im Vergleich zu Leipzig schien er gestern sogar noch besser bei Stimme zu sein. Außerdem hatte ich vor einer Woche noch das Gefühl, dass er hin und wieder ein bisschen müde wirkte. Nicht falsch verstehen, er hat auch in Leipzig alles gegeben. Aber manchmal erschien er, auch vom Gesichtsausdruck her, doch so ein klein wenig abgespannt. Gestern war da öfter dieses Strahlen im Gesicht, das sich aber auch durch die gesamte Band zog. Die haben allen wirklich echt Spaß bei dem, was sie da tun und das zeigen sie auch. Da strahlt man sich halt auch immer mal gegenseitig an. ;-) Gerade bei „In Your Eyes“ war das so deutlich, der Gabe war nur am Grinsen, egal ob die Keyboards neu einsetzten oder Jennie mit ihrem Sologesang begann. Und es gibt keinen Stillstand auf der Bühne, alle sind in ständiger Bewegung. Soweit das ihre Instrumente halt zulassen. ;-) Peter gönnt sich eh keine Ruhe und er reißt die anderen aber auch immer wieder mit. Wie schon beim letzten Mal gesagt, mich würde schon interessieren, wieviele Kilometer die Truppe zu „Solsbury Hill“ bereits auf der Bühne zurückgelegt hat. Dieser „Kreistanz“ mit David und Tony quer über die Bühne, da muss doch einiges zusammenkommen. ;-)

Was könnte ich sonst noch sagen, was ich nicht schon erwähnt habe? Einmal mehr hast mich das neue „Why Don’t You Show Yourself“ begeistert. Und es ist wirklich so, ohne diesen etwas heftiger kurzen Part in der Mitte könnte ich mir immer noch sehr gut vorstellen, dass ein Leonard Cohen diesen Song wunderbar singen könnte. Bei „IYE“ gab es ein kurzes Missverständnis, als Peter beim Mitsingteil sein Mikro zuerst ins Publikum hielt, genau in dem Moment, als eigentlich er seine n Part zu singen hatte. ;-) Und so einen kleinen ganz speziellen Moment, den vielleicht gar nicht jeder bemerkt hat, gab es bei „Secret World“. Zu Beginn der zweiten Strophe und den Worten „So I watch you wash your hair…“ fuhr sich Peter irgendwie völlig gedankenversunken mit der Hand über den Kopf. Aber da is ja nix mehr! *lach* Ich fand das jedenfalls sehr passend und auch ziemlich witzig. Ob ihm das in diesem Moment selber bewusst geworden ist?

War die Stimmung in Leipzig schon wirklich großartig, so war das gestern doch noch alles einen Tick … engagierter. Oder vielleicht auch einfach nur spontaner. Das konnte man schon daran sehen, dass diesmal direkt hinter mir jemand das „Lalala“ zum Einstieg für „Sledgehammer“ anstimmte und der ganze Saal sofort darauf einstieg. :-) Manu Katché hat dafür sogar seinen Drum-Rhythmus ein klein wenig angepasst, da wir alle zuerst doch so ein bisschen quer zur Spur gesungen haben. ;-) Dafür hat mir persönlich der Sound in Leipzig ein klein wenig besser gefallen, das kam mir so ein bisschen runder und kräftiger vor. Emotionale Momente gab es auch gestern wieder einige. Das ging schon mit absoluter Gänsehaut rauf und runter bei „Come Talk To Me“ los. Und bei „Don’t Give Up“ da … naja lassen wir das jetzt. ;-) Die erste schwere emotionale Welle gab es allerdings schon etwas eher. Der Schlussteil von „Family Snapshot“, wie Peter nochmal allein zum Piano singt, der hat mich so richtig gerissen. Und diese Welle hat mich dann auf der Heimfahrt im Auto auch nochmal eingeholt. Nachteil der Encore-CDs, man kann halt alles nochmal so anhören, wie man es gerade erlebt hat. Auch wenn die Aufnahme aus einer anderen Stadt stammte. „Biko“ hingegen hat mir nach dem ersten kleinen Knick direkt Kraft gegeben und mich richtig aufgebaut. Auch eine äußerst angenehme Erfahrung.

Traurig nur dass bis zum Schluss „Games Without Frontiers“ den Weg nicht wieder zurück ins Set gefunden hat. Bei den ersten beiden Shows dieser Tour wurde es gespielt, danach nicht wieder. Warum das so ist, es gibt nur Gerüchte dazu. Man hatte sich für dieses Stück einen neuen technischen Effekt einfallen lassen. Man kann das auch zumindest auf einem Clip im Netz sehen. Jedes Bandmitglied hatte dabei einen großen Würfel, mit dem man Soundeffekte eines bestimmten Instruments erzeugen konnte. So richtig kriegt man das in dem Clip aber auch nicht mit. Man sagt, dieses neue „Spielzeug“ hätte wohl nicht richtig funktioniert. Warum man dann aber den ganzen Song gestrichen hat, kann ich trotzdem nicht wirklich nachvollziehen. Schließlich diente die Spielerei ja nur als Einstimmung auf das Lied. Schade.

So das war nun meine letzte weite Tour in Sachen Konzerte für dieses Jahr. Alles was jetzt noch kommt wird mich nicht so weit in die Ferne entführen. Aber die ersten Pläne für nächstes Jahr laufen ja bereits an. Und ich schätze mal aufgrund der erfolgreichen Konzerte hat auch Mr. Gabriel bereits 4 Konzerte für 2014 in Deutschland bestätigt. Alles recht weit weg aber Frankfurt würde sich sicher noch machen lassen. Ist ja noch etwas Zeit zum Überlegen. Aber nur nicht warten, bis alles ausverkauft ist! ;-)

20.10.13 20:01
 


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