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Nach uns die Sintflut, verschworenes Herzblut…

Regen. Bereits seit Stunden. Die ganze Nacht über war dieses leise Rauschen zu hören. Nicht mal unangenehm, es hatte sogar fast was Beruhigendes. Besser als das Rauschen der Autos, wenn sie draußen vorbeihuschen. Mittlerweile nieselt es noch ganz leicht, nur das Grau des Himmels ist geblieben. Auch wenn mir ein freundlicherer Ausblick lieber wäre, wir müssen der Tatsache wohl ins Auge sehen: der Herbst naht mit großen Schritten. Und nun? Zeit für Wenzels „Herbstlied“? Ach nee, im Moment vielleicht doch besser nicht. Auch so wunderschöne Lieder können einen leicht deprimieren. ;-) Für den Einstieg in die neue Woche wäre das denkbar ungünstig.

Das war eigentlich der Ansatz für den Eintrag, mit dem es hier vor gut 3 Wochen weitergehen sollte. Bevor das große Informationsvakuum einsetzte. Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Es hat nicht an mangelnder Zeit gelegen. Und auch nicht daran, dass es nix zu erzählen gab, so ein paar kleine Geschichten wären durchaus drin gewesen. Aber irgendwie war einfach der Faden gerissen. Kommt hin und wieder vor. Und manche Dinge behält man vielleicht doch besser für sich. Nicolas Cage soll zu diesem Thema mal geäußert haben: „Gesetzt den Fall, die Mondladung wäre gefaked gewesen, würde man das dann wirklich wissen wollen?“ Hab ich zumindest so gelesen. Nur gut, dass man sich meist mit zumindest für die Allgemeinheit weniger einschneidenden Dingen herumschlagen muss. *lach* Auch wenn das Prinzip bestehen bleibt. Wie dem auch sei, ich versuche auf jeden Fall, hier zu einer gewissen Regelmäßigkeit zurückzukehren. Viel verpasst habt Ihr in der Zwischenzeit eh nicht. Vielleicht abgesehen von einem doch recht beeindruckenden Abend elektronischer Musik mit Schiller, den ich am letzten Mittwoch in der Alten Oper in Erfurt erleben durfte. Und dann war da noch das Ray Wilson Konzert am letzten Freitag im Volkshaus in Jena. Wie immer ein toller Abend mit klasse Musik. Ich bin jetzt einfach mal so unverschämt und verweise in diesem Zusammenhang auf den Erlebnisbericht meiner Begleitung an diesem Abend. Ihre Konzertbeschreibungen sind nämlich mindestens genauso interessant und lesenswert. Und ich kann meine … nennen wir es Faulheit ein bisschen kaschieren. *grins* Danke, Du hast was gut dafür. ;-)

Um meinen guten Willen zu beweisen, an dieser Stelle kurz noch ein paar Worte dazu, was ich heute (ups, das war ja schon wieder gestern) erlebt habe. Einmal mehr hatte es mich nach Erfurt verschlagen. Nach einem kleinen, gemütlichen Rundgang über das Oktoberfest am Domplatz (danke an duweißtschonwen ;-) und nochmal sorry für meinen übergroßen Respekt was Riesenräder und andere riesige Vergnügungsschleudern angeht *grins*) ging es dann für mich weiter in Richtung DasDie. Peter Schilling hatte sich angekündigt. Nachdem ich ihn im letzten Jahr leider verpasst hatte, sollte es diesmal unbedingt klappen mit einem Konzertbesuch. Konzert mit Band, aber akustisch – so stand es auf der Karte geschrieben. Das machte auf jeden Fall neugierig. Zunächst allerdings etwas Verwunderung, die Veranstaltung war vom Brettl ins DasDie Live verlegt worden. Ein deutlich kleinerer Saal und auch der Balkon wurde nicht genutzt. Also war die Nachfrage diesmal wohl nicht ganz so groß. Allerdings stellte sich später heraus, dass dieser intimere Rahmen auch weitaus besser zum Konzept des Abends passte. An Tischen sitzen musste man hier wie da aber auch das war diesmal nicht unbedingt das große Problem. Ein passender Platz war relativ schnell gefunden. Nach ‘nem großen Essen war mir allerdings nicht zumute und so hab ich mir bis zum Start des Abends einfach noch ein Getränk gegönnt. Es ging dann auch relativ pünktlich kurz nach 20 Uhr los. Zuerst betraten die Musiker die Bühne, begannen mit dem ersten Stück und wurden dann durch Peter Schilling selbst komplettiert. Und gleich mit dem ersten Stück ging der Abend für mich persönlich in die absolut positive Richtung. „Hitze der Nacht“ ist schon immer eines meiner Lieblingsstücke, irgendwie hab ich es vom ersten Hören an gleich geliebt. (Deshalb auch die Überschrift, die ansonsten wohl mal wieder nicht so viel mit dem Eintrag zu tun hat ;-)) Musste ihm allerdings auch sehr lange hinterher jagen, das Album, auf dem es damals veröffentlicht wurde, war lange Zeit als CD gar nicht erhältlich. Und nun kam es hier gleich als Opener daher. Auch wenn der Chef es vom Text her so ein bisschen versemmelt hat, meiner persönlichen Freude tat dies keinen Abbruch. Es war tatsächlich der Einstieg in einen besonderen Abend. 30 Jahre musikalisches Leben von Peter Schilling war der äußere Anlass und wie gesagt, die Songs kamen alle in einem neuen akustischen Gewand daher. Das war schon bemerkenswert. Und hat auch bestens funktioniert. Da merkt man erst, welches Potential in diesen Songs steckt. Lieder wie „Fehler im System“, „Die Wüste lebt“, „Ich vermisse Dich“ oder „Terra Titanic“ mit eingeschränkten Keyboards, kleinem Schlagzeug und rein akustischer Gitarre bzw. Bass vorgetragen wirken gleich ganz anders und verfehlen ihre Wirkung trotzdem nicht. So eine immer wieder auftauchende Gänsehaut kann einfach nicht lügen. ;-) Viele Lieder aus den 80ern gab es zu hören. Als kleine Verbeugung an diese Zeit auch zwei Titel, die nicht von ihm stammten: „Heut Nacht“ von Spliff und „Das Model“ von Kraftwerk. Gerade auch letzteres funktionierte bestens in dieser „reduzierten“ Version. Zwischendurch gab es immer wieder einleitende Worte und kleine Geschichten zur Entstehung oder zur Bedeutung der Songs zu hören. Peter Schilling sprach da ganz offen über sein Leben, über Höhen und Tiefen, über das tiefe Loch, aus dem er sich erst wieder befreien musste. Der Ruhm hat halt nicht nur seine Sonnenseiten. Aber er hat es geschafft und es ist ihm auch ein Anliegen, seine Erfahrungen aus dieser Zeit an andere weiterzugeben, um ihnen damit vielleicht eine kleine Lebenshilfe vermitteln zu können. So gab es neben vielen lustigen Momenten auch einige sehr ernste. Zum Beispiel auch, als er darüber berichtete, wie er 1989 nach jahrelangem Touren über die ganze Welt einfach komplett ausgebrannt war. Und in dem Moment erreichte ihn die Nachricht, dass er in Amerika wieder neu in die Charts eingestiegen war und deshalb seine Verpflichtungen dort wahrnehmen sollte. Viele andere hätten wohl einfach nur „Hurra“ geschrien, sich in das nächste Abenteuer gestürzt und wären in diesem Zustand vielleicht auch daran zerbrochen. Er aber ist den komplett anderen Weg gegangen, hat die Notbremse gezogen und alle seine Verträge storniert. Trotz des wieder einsetzenden Erfolges. Aber er kannte und kennt seine Grenzen. Der Weg zurück war schwer und gerade die 90er waren eine Zeit, an die er sich heute eher ungern erinnert. Aber er hat es geschafft, sich aus dem Tief wieder herauszuarbeiten.

Schon verrückt, neunmal sei er in den letzten 5 Jahren in Erfurt aufgetreten. Und ich hab es in dieser Zeit nicht einmal geschafft, einen seiner Auftritte hier mitzuerleben. Und nun wird es wohl auch eine Weile dauern, bis es die nächste Gelegenheit gibt. Peter Schilling wird sich erst einmal zurückziehen von der Bühne. Nein nicht für immer, er wird auf jeden Fall zurückkehren. Auch mit den Musikern, die ihn heute schon so toll unterstützt haben. Aber er möchte vorher neue Songs schreiben, neue Titel aufnehmen und mit denen ins Rampenlicht zurückkehren. Um sich eben nicht nur auf den alten Erfolgen auszuruhen. Schon deshalb war dieser Abend hier ein besonderer. Und auch sowas wie ein kleiner Abschied. Vorerst. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die neuen Stücke!

Natürlich durfte auch DER große Überhit nicht fehlen, schließlich war „Major Tom“ durchaus eines der Aushängeschilder aus der Zeit der Neuen Deutschen Welle. Er bildete dann auch den Abschluss des offiziellen Programmteils. 2 Songs gab es dann aber doch noch zu hören. Dann war allerdings endgültig Schluss und das bereits nach etwa einer Stunde und 45 Minuten. Schon ein bisschen kurz. Trotzdem, gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Ich bin dann zwar gleich aufgebrochen, Peter Schilling hat sich aber vor Ort noch Zeit für seine Fans genommen. Nicht nur für Autogramme, auch für Gespräche und Diskussionen mit den Leuten. Ich sagte es ja bereits, es ist ihm einfach ein Bedürfnis, seine Erfahrungen im Umgang mit schlimmen und scheinbar hoffnungslosen Situationen an andere weiterzugeben, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. Gib nie auf, es geht immer weiter und es gibt immer eine Lösung – das ist sein Motto. Einfach ein bisschen Mut machen, das ist oft sehr wichtig. Ja, irgendwie geht es immer weiter. Auch hier an dieser Stelle. Auch wenn es manchmal etwas ruhiger ist und die Nachrichten etwas dünner gesät sind. ;-) Aber jetzt ist es erstmal Zeit zum Schlafen. Gute Nacht und angenehme Ruhe. Und macht Euch einen schönen Feiertag. ;-)

3.10.13 02:10
 


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