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Der Versuch einer Beschreibung…

So, endlich fertig mit der Arbeit. Das ist sie, unsere vielgerühmte Spontanität. Koste es, was es wolle. ;-) Morgen soll der ganze Spaß rausgegeben werden. Und da nicht jeder Test immer nur beim Kunden stattfinden soll, hab ich mich halt doch noch ein paar zusätzliche Stunden hingesetzt. Irgendwann wird es einem schon jemand vergelten. Oder auch nicht. *grins* Aber eigentlich wollte ich ja noch vom gestrigen Abend und dem tollen Konzert berichten. Auf der einen Seite. Auf der anderen aber auch irgendwie nicht. Ich tu mich ein bisschen schwer heute. Nicht falsch verstehen, es war ein grandioser Abend und an dieses Konzert werde ich sicher noch lange zurückdenken. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen fühle ich mich irgendwie … ich weiß auch nicht so richtig. Aufgewühlt. Ein wenig zerrissen. Ich war nie der große Fachmann, der sich wirklich auskennt mit „The Wall“, was die genaue Story betrifft, den Hintergrund, die tieferen Inhalte und Aussagen, die Geschichten welche die einzelnen Songs erzählen. Ich mochte einfach die Musik, manche Songs etwas mehr, andere etwas weniger. Vor zwei Jahren, als ich die Show zum ersten Mal in der O2 World gesehen habe, war ich schwer beeindruckt. Von dem Aufwand, von der Technik, der ganzen Gestaltung. Auch von dem Flair insgesamt, welches dieses Opus verströmt. Das gestern war nochmal ganz was anderes. Ich will jetzt auch gar nicht diskutieren über Sinn und Unsinn mancher Symbolik, auch nicht versuchen, irgendwas zum wiederholten Mal zu interpretieren. Nur so viel, fest steht mit Sicherheit, ein Antisemit ist Roger Waters auf keinen Fall, auch wenn er sicher kein einfacher Zeitgenosse ist. Und da machen sich auch keine unterschwelligen rassistischen Gedanken breit, weil man die Überspitzung und Abgrenzung nicht deutlich genug macht. Das ist wirklich absoluter Unsinn. Wer sowas erzählt, der hat den Sinn des ganzen Werkes nicht verstanden. Natürlich, das muss ich zugeben, die Kritik von Mr. Waters an Konzernen und Kapitalismus stellt sich doch ein wenig – verwaschen dar. Zumindest wenn man einen Blick auf die doch sehr hohen Eintrittspreise wirft. Oder mal am Merchandise vorbeischaut. 35 bzw. 40 Euro für ein T-Shirt, 80 für ein Kapuzenshirt. 25 Euro für eine bedruckte Tasse. Ich lass das jetzt mal völlig unkommentiert hier stehen. ;-) Schon klar, so ein Laden muss am Laufen gehalten werden aber… Trucks konnte ich diesmal nicht zählen aber da es vor 2 Jahren bereits über 20 waren, werden es diesmal wohl kaum weniger gewesen sein. So ein Stadion will gefüllt sein und akustisch „ausgeleuchtet“ werden. Bin auch noch nie so oft beim Zugang kontrolliert worden, ganze viermal insgesamt: beim Betreten des Geländes der große Check mit Tasche usw. wie immer am Einlass, dann beim Zugang ins Stadiongebäude, nochmal beim Zugang zum Innenraum und dann erneut beim Durchgang von den Steh- zu den Sitzplätzen. Dafür konnte ich es mir dann auch mal bequem machen, war weit genug entfernt für eine gute Übersicht und doch nah genug dran am Geschehen. Eine gigantische Bühne mit den Anfängen der Mauer, die das gigantische Ausmaß schon erahnen ließ. Überall im Stadion verteilt Berge von Technik, Boxen und Soundsysteme, Scheinwerfer und Videoprojektoren. Eine riesige Materialschlacht.

Um ein paar Worte zur Show selber zu schreiben, das Konzept des Abends ist ja ziemlich fest vorgegeben durch das Album und seine Umsetzung. Zwei Sets mit einer Pause dazwischen, keine Zugaben, nur die Vorstellung der Band. Da bleibt nur ganz geringer Spielraum für Unwägbarkeiten zwischendurch, improvisieren kann man schlecht. Mit einer mehr als 30 minütigen Verspätung ging es los. Ob das gewollt war, weil man die Dunkelheit abwarten wollte, kann ich nicht sagen. Aber dann ging es endlich los. Und wie. Auf ein genaueres Auseinandernehmen verzichte ich heute mal. Da gäbe es so viel zu erwähnen und man würde trotzdem nicht alles erfassen. Allein von den Videoprojektionen auf der riesigen Wand hab ich sicher nur die Hälfte erfassen können. Der Teufel steckt eben im Detail und davon hab ich sicher einiges übersehen. Zu viel für das kleine menschliche Hirn, um es restlos erfassen zu können. Super Sound wie ich fand, sehr klar und angenehm. Die angeblichen Probleme, die andere wahrgenommen haben wollen, kann ich so nicht nachvollziehen. Surroundeffekte, die einen mitunter geradezu durchzogen, dass es einen gefroren hat. Eine Flut aus Licht und zum Start mit „In The Flesh“ auch eine mehrrundige Pyro-Kaskade auf der Bühne. Die allseits bekannten Figuren: der „Teacher“, „Mother“ im Bühnenhintergrund, das Schwein, das sich über dem Stadion bewegte. Und immer wieder eine Flut von Bildern, von Farben, von Bewegungen, die sich über „The Wall“ ergoss. Klasse auch, wie man die Aufmerksamkeit der Zuschauer gekonnt auf eine bestimmte Seite lenkte, um auf der anderen entweder unbemerkt ein paar Steine ins Mauerwerk zu setzen oder dort einen weiteren Effekt vorzubereiten, der dann dadurch unerwartet ausgelöst wurde. Alles noch viel gewaltiger und spektakulärer als in der O2 World wie ich finde. Einzig der Einsturz der Mauer am Ende kam mir gestern ein bisschen … zahm vor. Mir ist so, als wäre gerade das beim letzten Mal etwas heftiger gewesen. Man muss das wirklich mal vor Ort gesehen haben, um das ganze Ausmaß richtig erfassen zu können. 33000 Zuschauer sollen sich das Spektakel gestern gegönnt haben. Natürlich war das Stadion damit nicht ausverkauft, besonders die Ränge wiesen noch etliche Lücken auf. Und auch die Reaktion der Massen war oft eher etwas verhalten und brauchte mitunter ein gewisses Anstacheln. Trotzdem, ein Abend, der es in jeder Hinsicht in sich hatte. Ein Abend, den ich sicher nicht so schnell vergessen werde.

Sorry, das ist hier nun diesmal kein Konzertbericht, wie man es ansonsten an dieser Stelle gewöhnt ist. Bisschen konfus ist alles auch geworden. Aber zum einen kann man das alles wirklich nicht richtig in Worte fassen, man muss es sehen, in all seinen Facetten. Und zum anderen ist da immer noch diese nachhaltige Wirkung. Ich glaube, das hat nicht mal was mit dem Inhalt von „The Wall“ selber zu tun. Auch wenn ich das ganze Album heute noch viermal gehört habe. Dieses ganze Geschehen, diese ganze Atmosphäre ist förmlich über mich hereingebrochen und hat aufgewühlt, was irgendwie ging. Ich war so … soll ich das jetzt hier überhaupt so ohne weiteres erzählen? Gut ich habe vor einiger Zeit bei einem Konzertbericht schon mal ein interessantes Detail weggelassen. Eines das aber doch eher komische Züge trägt. Und warum? Weil es mir einfach peinlich war in dem Moment. Als ich das dann mal jemandem erzählt habe, hat man mir gesagt, das würde doch gerade erst das Besondere der Erzählung ausmachen. Vielleicht reiche ich es ja irgendwann mal nach. ;-) Hier liegt der Fall allerdings ein bisschen anders. Ich bin eigentlich in guter Stimmung gestern nach Berlin gefahren, ohne Probleme zu wälzen, ohne durchzuhängen. Hab mich gefreut auf den Abend. Und dann kam der Opener, das bereits erwähnte „In The Flesh“. Sound, Licht, Bühnenbild, das hat mich im ersten Moment fast wie ein bisschen erschlagen. Als dann noch diese Feuerwerksfontänen aufsprühten und zum Schluss dieses Flugzeugmodell in die Mauer krachte, da hatte ich fast das Gefühl, als würde ich direkt auf einen Heulkrampf zusteuern. Sorry manchmal überkommt es mich einfach. Ich hab dann wirklich gekämpft, das wäre dann doch ein bisschen peinlich gewesen. Zur Ablenkung hab ich dann das gemacht, was ich eigentlich gar nicht machen wollte: hin und wieder ein Foto schießen. Das hat mich dann auch ein bisschen runtergebracht. Trotzdem ist das, was da hochkam, nicht komplett verebbt. Bestimmte Dinge, die in mir rotieren, die in mir arbeiten, sind nach wie vor präsent und lassen sich nicht so einfach zurückdrängen. Das hab ich nun davon, wär ich mal besser daheim geblieben. *lach* Nein Blödsinn, das mein ich natürlich nicht ernst. Das Erlebnis gestern würde ich trotz allem nicht missen wollen. Die Fahrt heute allerdings nach Leipzig zum Silly-Konzert hab ich dann doch gecancelt. Da hätte einfach die Aufmerksamkeit und die Aufnahmefähigkeit gefehlt. Aber bevor ich jetzt noch weiter mein Inneres nach außen kehre (ups, da gab es doch mit „Wearing The Inside Out“ auch mal einen PF-Titel ;-)), mach ich hier erstmal besser Schluss. Will noch schnell die Bilder von gestern sichten und dann ab ins Bett. Nur gut, dass das Wochenende schon vor der Tür steht. Schlaft gut da draußen, wo immer Ihr auch seid.

6.9.13 00:08
 


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