Wie wäre es mal wieder mit ein paar lyrischen Betrachtungen zur gerade aktuellen Jahreszeit? *grins*
Winterstürme
Wenn die Winterstürme wehen,
will ich immer schlafen gehen.
Weil, wenn sie in das Zimmer blasen,
zerkrachen bei mir alle Vasen.
Dann fallen die Bilder,
dann stürzen die Schränke,
zum Schluss kracht das Bett.
Also – ich denke,
wenn die Winterstürme wehen,
sollte man wirklich schlafen gehen.
Denn wenn zu Bruch geht das ganze Haus –
das hältst du ohne Schlaf nicht aus.
Vielleicht ist auch das eine berechtigte Frage:
Schneeflöckchen
Schneeflöckchen, Weißsöckchen,
wo hast du dein Röckchen?
Vorhin war‘s noch da,
doch jetzt bist du ohne.
Nun wird es dir frisch
in der fraglichen Zone.
Doch was kümmert es mich –
es ist nicht mein Bier.
Du frierst dort
und ich trinke hier.
Und als letztes ein kleiner optimistischer Ausblick:
Der Schnee
Der Schnee, er fiel.
Es war der erste.
War der erste Schnee.
Und wenn der 492ste oder was gefallen ist,
dann war das der letzte,
und es grünt wieder Klee.
( © by Olaf Böhme, alle Werke aus „Herrn Pichmanns Gedichte“ )